Coronavirus-Panik & Reisen: Hinweise beim Auswärtigen Amt

Coronavirus-Panik

Coronavirus-Panik beherrscht derzeit die internationale Presse. Während sich besorgte Bürger zu Hamsterkäufen verleiten lassen und Großveranstaltungen wie die Berliner Reisemesse ITB abgesagt werden, beschert das Schlagwort Coronavirus Medienkonzernen Umsatz. Sollte demnächst ein Impfstoff gegen Covid-19 entwickelt werden, freut sich auch die Pharma-Industrie.

Anderen Wirtschaftszweigen drohen horrende Umsatz-Einbußen, falls die mediale Verbreitung von Angst weiter ausufert. Stark betroffen ist auch die Tourismus-Branche. Wer aus Angst vor dem Coronavirus Messen, Konzerte und andere Ansammlungen von Menschen meidet, mag ebenso vor Urlaubsreisen zurückschrecken.

Coronavirus-Panik mit Fakten eindämmen

Ehe man sich jedoch von unreflektierten Boulevardblättern ins Bockshorn jagen lässt, ist es ratsam, sich mit den Fakten zu beschäftigen. Das Auswärtige Amt liefert Reise- und Sicherheitshinweise zum Thema Covid-19, die ständig aktualisiert werden.

Zu den Risikogebieten zählen China, Japan, Südkorea, Norditalien und der Iran. Mit verstärkten Einreisekontrollen, Gesundheitsüberprüfungen und Quarantäne-Maßnahmen ist insbesondere auf Kreuzfahrtschiffen im asiatischen Raum zu rechnen. Für Kroatien liegt gerade keine Reisewarnung vor

Laut Angaben von Johns Hopkins CSSE sind von 95.425 Corona-Fällen weltweit bisher zehn in Kroatien bestätigt worden (Stand: 5. März 2020, 8:15 Uhr). Keiner davon ist tödlich verlaufen, gleiches gilt für infizierte Personen in Deutschland.

Fachkundige, tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI), das die Gefahr hierzulande als mäßig einschätzt. In einer allgemeinverständlichen FAQ-Liste heißt es in puncto Mortalitätsrate: „Das höchste Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und Tod haben den Daten aus China zufolge Menschen über 60 Jahre und Menschen mit Grunderkrankungen. Die meisten Todesfälle traten in China bei den über 80-Jährigen auf, Männer waren häufiger betroffen als Frauen.“

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO scheint Covid-19 bei Kindern vergleichsweise selten aufzutreten. Selbst in China, wo bereits über 80.000 Krankheitsfälle registriert worden sind, seien vier von fünf Infektionen mild verlaufen.

Das Fatale ist jedoch: Jede Erkältung kann in diesen Tagen Coronavirus-Panik auslösen, da die Symptome nahezu deckungsgleich sind. Wie das RKI erläutert, ist bei Patienten Fieber, trockener Husten und Abgeschlagenheit beobachtet worden. Der WHO zufolge wurde in China auch von Atemproblemen, Halskratzen, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen berichtet. Einige Betroffene litten an einer verstopften Nase, Durchfall und Übelkeit.

Angst vor Coronavirus
Angst vor Coronavirus, Foto: leo2014 / Pixabay

Kostenfreie Stornierungen in Corona-Risikogebieten

Menschen haben die Wahl, wie sie darauf reagieren: entweder mit Schlagzeilenkonsum, Angst und Hamsterkäufen oder mit häufigem Händewaschen, gesunder Ernährung und positivem Denken. Unabhängig davon steht es jedem frei, eine Reise zu buchen oder sich in den eigenen vier Wänden einzuschließen.

Ist eine Reise in ein Corona-Risikogebiet bereits gebucht, kann sie im Fall eines Rücktritts komplett erstattet werden. „Gemäß den gesetzlichen Regelungen können Kunden eine Pauschalreise kostenfrei stornieren, wenn am Urlaubsort oder in dessen unmittelbarer Nähe ‚unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände‘ auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Zielort erheblich beeinträchtigen“, erklärt das Auswärtige Amt.

Wer eine Reise aus Angst vor einer Ansteckung nicht antreten möchte, sollte den Veranstalter kontaktieren und Umbuchungen oder Stornierungen auf Kulanzbasis besprechen. (as)

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Autor

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Annika Senger
Annika Senger ist Gründerin und Chefredakteurin des Reise- und Kulturportals Kroatien-Liebe. Die passionierte Bloggerin und Reisevermittlerin interessiert sich für Reisen, Musik, Literatur, Sprachen, Kochen und Fotografie.
Adresse: Berlin, Deutschland

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