Wenn der Name „Plitvicer Seen“ fällt, denken viele zu allererst an die Karl May-Verfilmungen aus den 1960er Jahren. Im Nationalpark Plitvice (Plitvička Jezera) befinden sich nämlich der berühmte Silbersee und die Schatzhöhle aus dem Film Der Schatz im Silbersee (1962). Außerdem wurde für Winnetou 2 eine Szene am Großen Wasserfall (Veliki Slap) gedreht.

Am grünblauen Silbersee

Nicht nur wegen Winnetou und Old Shatterhand lockt Plitvice jährlich Tausende von Besuchern aus der ganzen Welt an. Der Nationalpark ist ein einzigartiges Naturparadies, das mit türkisen, kristallklaren Seen und spektakulären Wasserfällen inmitten einer bewaldeten Hügellandschaft verzaubert. Ist man einmal dort gewesen, wird man die Plitvicer Seen nie wieder vergessen.

Die beste Zeit, sie bei einem Spaziergang über die kunstvoll an die Landschaft angepassten Holzstege zu erkunden, sind die früheren Morgenstunden im Mai oder Juni. Dann wimmelt es dort noch nicht vor Besucherströmen. Das Morgenlicht intensiviert das Grünblau des Wassers, während man von unzähligen Schmetterlingen und Libellen mit türkis schimmernden Flügeln umschwirrt wird.

See im Nationalpark Plitvice
Foto: Kroatien-Liebe

Ticketpreise, Hotels & Gastronomie

Wenn man in einem der drei Hotels im Nationalpark übernachtet, läuft man nur ungefähr 100 Meter bis zur Ticketstation, wo Erwachsene während der Hauptsaison im Juli und August regulär 180 Kuna (rund 25 Euro) pro Eintrittskarte zahlen. Preislich günstiger ist es, in der Vor- und Nachsaison einen Ausflug nach Plitvice zu unternehmen (siehe Preisliste).

Von der Ticketstation fährt eine Elektrobahn zu den einzelnen Eingängen des Nationalparks. Die Wege sind mit Buchstaben markiert, so dass es quasi unmöglich ist, sich an den Plitvicer Seen zu verlaufen. Man kann sich auch auf eine kurze oder eine etwas längere Bootstour begeben und sich für ein paar Minuten entspannt auf der Fähre zurücklehnen. Das gastronomische Angebot an den Seen erweist sich als preiswert – für ein touristisches Highlight mit solch beachtlichem Faszinationsfaktor keine Selbstverständlichkeit!

Baden streng verboten an den Plitvicer Seen

Obwohl die Plitvicer Seen mit ihrer außergewöhnlichen Schönheit dazu einladen, ist Baden überall im Park streng verboten – es sei denn, man wurde als Ente geboren. Die Landschaft steht unter Naturschutz. Was der größte Künstler aller Zeiten – die Natur – erschaffen hat, das sollte der Mensch schließlich erhalten, nicht nur in Plitvice.

Auch von Blicken allein lässt sich an den Plitvicer Seen zehren. Unter der Wasseroberfläche tummeln sich Heerscharen von Süßwasserfischen, die man mit bloßem Auge beobachten kann und die dort vor Anglern sicher sind. Es gilt nämlich ebenso ein Angelverbot.

Wasserfall an den Plitvicer Seen
Foto: Kroatien-Liebe

Seelenfrieden finden

An den Wasserfällen von Plitvice ist man zu einer nicht all zu späten Tageszeit außerhalb der Haupt-Reisemonate relativ ungestört. Man darf sich als Parkbesucher ein ruhiges Plätzchen suchen und mit Muße dem Rauschen des Wassers lauschen. Sollte man zu Hause ein hektisches, von Stress geplagtes Leben führen, gewinnt man an den Plitvicer Seen ganz von selbst seinen Seelenfrieden zurück. Vielleicht erkennt man im klaren Wasser sogar tiefere Wahrheiten über sich selbst … (as)

Autor

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Annika Senger
Annika Senger ist Gründerin und Chefredakteurin des Reise- und Kulturportals Kroatien-Liebe. Die passionierte Bloggerin und Reisevermittlerin interessiert sich für Reisen, Musik, Literatur, Sprachen, Kochen und Fotografie.
Adresse: Berlin, Deutschland

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